These are rough notes on telephone conversations and meetings, just sort of to jar the memory!
Subject: Dorfschreiber-Treffen der Berliner
Date: Fri, 16 Nov 2007 18:13:43 +0100
From: Anna Maria Kellner <anna.m.kellner@googlemail.com>
To: Anna Maria Wertlen <amwertlen@gmx.net>, Ron@wertlen.com
CC: Christoph Flügge <ChrFluegge@gmx.de>, Thomas Tesche
<thtesche@gmail.com>
Lieber Ron, liebe Anna,
Tom, christoph und ich haben uns vor einigen Tagen zusammengesetzt und
noch mal über das Projekt gesprochen. Ich habe die ehrenvolle Aufgabe
erhalten, die aus unserer Sicher offenen Fragen zu stellen :-):
Zunächst waren wir uns einig, dass in jedem Fall die Aufgaben des
geplanten Vereins präzisiert werden sollten. Was wir bisher haben,
klingt gut, sagt aber am Ende eigentlich noch nicht aus, was GENAU wir
denn machen wollen. Wenn wir Menschen ( u.a. auch Gründungsmitglieder
und potentielle Schulpartner) ansprechen wollen, sollten wir
aber konkret sagen können, was wir wie machen wollen. Wir müssen die
wohlklingenden Formulierungen ("Völkervesrtändigung, Beitrag zum
iterkulturellen Austausch" u.a.m.) durch so etwas wie eine Marschroute
ergänzen.
Z.B.
- 1. konkretes Ziel: *
- Grundfragen:*
- geht es um die Beschaffung von Hardware für die Schulen in der Zielregion?
- geht es um die Beschaffung von Geld für Technik? Für den Aufbau von
inhaltlichen Programmen?
- geht es um die Beschaffung von Kommunikationspartnern? Von
Informationen? Worüber und für wen?
- welches pädagogische Ziel verfolgen wir in der Transkei und in
Deutschland? Verfolgen wir überhaupt eines und wenn nicht, ist das klug?
Welche Konsequenzen ergäben sich möglicherweise daraus (Missbrauch des
Angebots)?
- Anzahl zu schaffender Internetanschlüsse in der Schule?
- Etablierung von (Anzahl) Schulpartnerschaften? Gründung von
entsprechenden AGs in den Schulen?
=> Also grundsätzlich so konkret wie möglich, heisst Zahlen und genaue
Projekte.
- Rahmen(programm) für den Austausch zwischen Schülern?
- Welche Form der schulgebundenen Partnerschaft passt zu afrikanischen
Schulen?
- Welche Altersgruppen? (Auch vor dem Hintergrund, dass der Austausch
auf Englisch sein muss, sofern es auch um sprachlichen Austausch geht)
- In welcher Form soll der Austausch etabliert und gesteuert werden
(Anleitung/Betreuung durch Lehrer? In der Schule? Zu Hause? Begleitet
durch/angebunden an begleitenden Unterricht (z.B. Erdkunde)? Auf
deutsche Seite böten sich AGs oder Projektkurse an, gibt es Pendants auf
afrikanischer Seite?
- Wer betreut auf afrikanischer Seite? Welche Lehrer? Müssen diese
Lehrer geschult werden?
- Soll es auf afrikanischer Seite Beschränkungen geben (z.B. Sperrung
bestimmter (pornographischer o.ä.) Seiten?
- wer betreut von unserer Seite? Soll es eine Betreuung durch den Verein
geben? Wenn ja, nur in logistischer Form (Herstellen von Kontakten,
Lösung von Software- und Hardware-Problemen.....) odet auch inhaltliche
Begleitung (muss man drüber reden, ich persönlich finde gerade diesen
Teil extrem spannend - ob es aber unserer Aufgabe ist?)
- Was erwartet Ihr genau von den Vereinsmenschen in Deutschland? Was
genau wäre hier unsere Aufgabe?
- =>* Diese Fragen sollten sehr klar sein, bevor wir anfangen können,
hier Schulen und Unterstützer, Sponsoren etc. anzusprechen!
In diesem Zusammenhang wäre es sinnvoll, noch mal genau zu
recherchieren, *welche Akteure* bereits im Bereich "Internet für Afrika"
aktiv sind. Es gibt Microsoft, es gibt sicher einige NGOs, möglichweise
auch einige europäische Entwicklungsagenturen. Wir müssen uns einen
Überblick verschaffen, wer wo aktiv ist. Parallestrukturen auszubauen
wäre aus unserer Sicht nicht sinnvoll. Wenn man weiß, wer in welchem
Bereich aktiv ist, könnte man aber überlegen, welche sinnvollen und
wichtigen Nischen noch zu besetzen sind bzw. ob man sich in Projekte
einklinken kann ( z.B. jemand liefert Hardware und Anschlüsse, wir in
Deutschland kümmern uns um sinnvolle Begleitprojekte für die Nutzung von
Internet an den Schulen).
Noch eine große Bitte: *Die Informationspolitik* sollten wir unbedingt
verbessern. Soll heißen: Wir hier in Deutschland müssten genauer wissen,
wie genau Eure Firma funktioniert, sofern es einen Zusammenhang zu
Dorfschreiber gibt. Wir müssten auch auf dem aktuellen Stand sein, mit
welchen Partner ihr zusammenarbeitet. Als wir drei uns trafen, wusste
jeder etwas anderes, keiner wusste irgendetwas ganz sicher und letztlich
wussten wir eigentlich nichts *gg*... das ist natürlich etwas
problematisch, wenn man Partner und Schulen gewinnen will. Wir haben
beim Treffen gemerkt, dass alle drei zu unterschiedlichen Zeiten vom
Projekt gehört haben und mit Ronm gesprochen haben. Diese
unterschiedlichen Einstiegszeitpunkte schlagen sich auch in
unterschiedlichen Auffassungen über Idee und Zweck des Vereins nieder.
Neben der klaren Definition des Vereinsziels und der Maßnahmen, die zum
Erreichen des Ziels durchgeführt werden sollen, wäre es auch wichtig,
genau zu wissen, mit wem man kooperiert (auch wegen evtl.
unterschiedlicher Ziel eund Interessen der Partner) und wie genau sich
die Firma von dem Projekt abgegrenzt ist.
Mein Vorschlag an der Stelle wäre ein monatlicher kurzer Newsletter für
"Doofe", vor allem für solche, die mit der Computer-Fachsprache nicht
vertraut sind (also Christoph und mich - ich wurde autorisiert,
Christoph hier zu nennen...:-)). Zum einen sollte in diesem Newsletter
stehen, was genau die Firma macht und wie die Zusammenarbeit mit
Dorfschreiber organisiert sein sollte. Zum anderen könnte in den
fortlaufenden Ausgaben stehen, welche Aktivitäten es gab, mit welchen
Schulen Kontakt da war, wie man auf die Schulen aufmerksam wurde, mit
welchen Partner man kooperiert, warum man mit ihnen kooperiert und wie
Dorfschreiber zu dem ganzen passt. Ich weiß, dass auf der Homepage und
im Blog einiges steht - aber der Blog ist für jemanden, der bei
Dorfschreiber neu einsteigt, den Blog nicht kontinuierlich verfolgen
kann und/oder die Fachsprache nicht versteht, nicht allzu hilfreich.
Um andere überzeugen zu können, sollten wir in dieser Hinsicht noch
etwas professioneller werden... Wir müssen die Idee und die angedachten
Strukturen auf den Punkt bringen können und dazu erst einmal alle auf
einen Stand kommen.
Am Ende tauchte noch mal der *Urspungsgedanke* auf, den zumindest
Christoph und ich mit dem Projekt ursprünglich starkt verbunden, ihn
aber selber auch aus den Augen verloren haben: es gab doch ursprünglich
die Idee, dass man in den Dörfern bei einer Vertrauensperson einen
Internetzuganeg installiert bzw. einen vorhandenen so ausrüstet, dass
unter Anleitung eines zuständigen Dorfmitglieds über das Internet
Formulare heruntergeladen, Informationen über Rechte und
Verwaltungsfragen gefunden werden können etc. Der Grundgedanke war
ja die Förderung von Teilhabe, politischer Partizipation und
Ermächtigung der Dorfbewohner in Verwaltungs- und Rechtsfragen durch die
Erreichbarkeit von Informationen übers Internet. Ich erinnere mich, dass
diese Rechner in Schulen stehen sollten, es einer Schulung von
Dörfältesten, Leherern etc geben soll, die Software auf den Zweck
abgestimmt wird und unter anfänglicher Betreuung die Dorfbewohner lernen
sollen, sich übers Internet zu informieren und Rechte wahrzunehmen.
Christoph und ich waren damals beide von dieser Idee sofort überzeugt.
Wir waren uns aber nicht sicher, ob sich dieser Grundgedanke in den
jetzigen Überlegungen noch wiederfindet oder ob er zugunsten der
Schulpartnerschaften untergegangen ist. Gibt es diese Idee noch?
- Vereinsgründung und Haftung-Problem:*
Wir müssen uns klar sein, dass eine Vereins-Gründung auch eine
uneingeschränkte Haftung nach sich zieht, d.h. der Vorstand haftet
persönlich für alles, was der Verein macht. Wenn wir Spenden generieren
wollen, werden wir möglicherweise mit größeren Summen hantieren, über
deren Verbleib und Verwendung wir Rechenschaft ablegen müssen. Wir
brauchen hier (also in Deutschland) also unbedingt jemanden, der
ausreichend Zeit (und zwar über einen längeren Zeitraum hinweg) hat,
sich zuverlässig und vertrauenswürdig um die Buchführung und Abwicklung
der Spenden zu kümmern. Dabei gilt leider für uns drei in Deutschland,
dass wir alle momentan zu wenig Zeit haben, um diese Geld-Dinge zu
übernehmen. Die Bereitschaft, eine Haftu7ng zu übernehmen, werden wir
auch bei anderen nur finden können, wenn die Ziele und Maßnahmen sehr
klar sind und auch deutlich wird, dass die Strukturen so funktionieren,
dass die Gelder auch zweckgemäß umgesetzt werden können. Daraus ergibt
sich aus unserer Sicht, dass die Klärung dieser Fragen erst einmal
Vorrang vor der eigentlichen Vereinsgründung haben sollte. Was denkt Ihr?
Ich glaube, zusammenfassend waren unsere Gedanken also: konkrete Ziele
formulieren und Maßnahmen entwicklen, die plausibel und einfach nach
außen darstellbar sind. Als ersten Schritt dazu alle Beteiligten auf
einen Stand bekommen - vielleicht könnte man im Wiki die Diskussion um
die Satzung erst mal hintanstellen und die Plattform stärker nutzen, um
über erste konkrete Ziele und Maßnahmen/Projekte abzustimmen? Dabei ist
es vielleicht hilfreich, sich erst einmal auf kleinere Ziele zu
begrenzen, die aber so konkret wie möglich zu durchdenken. Später ließe
sich der Tätigkeitsbereich dann vermutlich relativ leicht ausbauen.
In diesem Sinne sind wir gespannt auf die Antworten!
Viele herzliche Grüße aus dem eisig kalten Berlin, dass ich jetzt auf
dem Weg ins Wochenende mit meine Drahtesel durchqueren muss....
Eure Anna
--
Anna Maria Kellner
Rheinsberger Str. 2
10115 Berlin
Robert hätte gerne schriftliche Infos zum Verein bevor er sich entscheidet Gründungsmitglied zu werden, ist aber sehr interessiert an der Sache.
Basically, we were trying to fill in all the details and get Karen up to speed on the language of ICT4D so that she can decide if she wants the position of chairperson.
Dr. Jan Baekelandt (VSA),
Dr. Anna Wertlen (VSA, eKhaya ICT),
Attending: Dr. Anna Wertlen (chair)
Dr. Jan Baekelandt (treasurer)
We don't know how successful this is all going to be. Have a good feeling about it that's all. Would be very excited to have an organisation "back home in Berlin" which can make a cultural exchange possible and support projects here. There is a lot o scope for such a cooperation, so there is much freedom in forming the organisation at the moment. Verein seems an inexpensive way to go...
Karen: it's also something the Germans can be comfortable with.
concert tours GbR (Philharmoniker and others) - not filling the time though.
Karen: Canadian ex-nanny now award-winning movie maker.
TODO: Ron sends Karen an email with the links to everything... (incl. Benjamin photos!)
Following are the topics that were discussed during, or points that arose from, this e-meeting:
So we can start collecting now to pay for the founding of the association (needs to be checked, also valid for international donations?, application for the right to issue tax certificates?).