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Hinter den Kulissen: eKhaya ICT und OLPC an der Mndwaka Schule

Übersicht:

eKhaya ICT arbeitete zusammen mit dem Schweitzer Fernsehen an einer Dokumentation über OLPC (Ein Laptop pro Kind-Programm). Wir wählten die Mndwaka Grundschule für diesen Film, weil sie eine sehr ambitionierte Schule ist, die immer wieder den lokalen Gesangswettbewerb gewinnt, obwohl sie sehr arm ist. Das OLPC-Programm fügt sich sehr gut in unsere Strategie der nachhaltigen Entwicklungsarbeit ein, denn eine Entwicklung der Infrastuktur in ländlichen afrikanischen Gebieten ist nur möglich, wenn sie parallel zu einer Entwicklung der Bildung läuft.

Link zum Video auf SF.TV (Dateigröße 130MB)

Webseite zum Film auf 3Sat

Fotogallerie vom Drehtag an der Mndwaka Schule

Gallerie der Fotos, die die Schüler von sich selbst mit Hilfe der Laptop-Kamera machten

Hintergrund:

eKhaya ICT wurde kürzlich von einem schweizer Filmteam kontaktiert, das einen Kulturbeitrag zum Thema OLPC drehen wollte. Deren Auflagen waren eine ländliche Schule mit sehr schlechter Ausstattung und möglichst junge Schüler, da der Laptop vorrangig für Schüler unter 15 Jahren entworfen wurde.

Es war sehr schwierig zu entscheiden, ob wir dieses Projekt überhaupt unterstützen sollten. eKhaya ICT arbeitet z.Z. eher mit Oberschulen. Es war klar, daß jede Grundschule, die wir kontaktieren würden, uns und das Filmteam mit offenen Armen empfangen würde, bevor sie die Möglichkeit hätten zu verstehen, worum es sich bei dem Film handelt. Wir mußten also sehr vorsichtig sein und erklären, daß wir keine weiteren Versprechen, beispielsweise bezüglich einer Laptop-Ausstattung geben könnten. Wir erklärten, daß es sich nur um eine sehr kurze Dokumentation handeln würde, und daß der Film nur in Europa gezeigt wird. Der Schuldirektor, Herr Gqokoza war dennoch damit einverstanden sowie grundsätzlich an jeder Kooperation mit eKhaya ICT interessiert. Wenn man Schuldirektor eine extrem armen Schule ist, dann greift man jede Gelegenheit beim Schopfe, sei es auch “nur” eine Langzeitinvestition. Er überzeugte uns, und wir begannen mit den Filmarbeiten.

Wir wählten die Mndwaka Grundschule aus, weil sie eine sehr ambitionierte Schule ist, die immer wieder den lokalen Gesangswettbewerb gewinnt, obwohl sie sehr arm ist. Für die 722 Schüler stehen nur zwei reguläre Klassenräume und vier weitere provisorische Klassenräume in unfertigen Häusern, z.T. aus Blech, zur Verfügung. Viele Unterrichtsstunden müssen draußen abgehalten werden, was dazu führt, daß der Unterricht oft unterbrochen wird. Es gibt kein fließendes Wasser und die Solaranlage, die vor sieben Jahren installiert wurde, wurde im Jahr 2005 gestohlen. Trotz alledem sind die Schüler voller Energie und Tatkraft, was uns in beeindruckensder Weise während der Gesang- und Tanzvorführungen vor Augen geführt wurde.

Der Enthusiasmus des Schulchors hielt uns fast vom Filmen ab. Es wurde während fast aller Interviews und Drehs in den Klassenräumen gesungen. Leider wurden letzendlich nur Sequenzen ohne Gesang im Fernsehen gezeigt. Nach den Interviews dankte uns die Schule für unser Kommen mit einer Tanzvorführung mit Stammes- und modernen Tänzen. Dieser Aufwand zeigte uns, daß sich die Schüler, die Lehrer und die Gemeinde dagegen wehren, als ländlich und archaisch bezeichnet zu werden. Sie wollen mit der Zeit gehen und lechzen förmlich nach Anbindung an den Rest der Welt. Ich hoffe, daß das Filmteam sein Versprechen wahr macht und aus der Fülle von Filmmaterial eine schöne kleine Dokumentation herausschneiden kann, damit diese wunderbaren Aufnahmen nicht verlorengehen. Es wäre schade, wenn wir den Schülern und Lehrern der Mndwaka Schule nach all dieser Mühe nur einen kleinen 6min Clip auf Deutsch zeigen könnten.

Ich bin überzeugt, daß die Anbindung der Entwicklungsgebiete an die entwickelten Gebiete mit Hilfe eines Programmes wie des OLPC funktionieren kann, in dem minimal invasive Methoden die klassische Art des Lernens unterstützen. Ich bin mir sicher, daß die ländlichen Gebiete von dieser Anbindung profitieren werden, und dadurch auch der Rest der Welt. Wer argumentiert, daß Computer nicht helfen können, wenn nicht genug Wasser, Essen, Elektrizität und Mobilität vorhanden sind, hat etwas grundsätzlich nicht verstanden. Ich glaube, daß eine nachhaltige Entwicklung der Infrastruktur in afrikanischen ländlichen Gebieten nur funktioniert, wenn sie Hand in Hand mit der Bildungsentwicklung der Gemeinden geht. Ein abgestimmtes Programm ist notwendig, das den Gemeinden hilft, ihre Infrastruktur selbst aufzubauen, um Macht über ihr eigenes Tun zu gewinnen. Eine so gestärkte Gemeinde kann folglich nicht mehr verarmen.

Posted: November 18th 2007 09:02
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