Kurz gefasst
Wir sind praktische Idealisten: Wir wissen, dass ohne finanziellen Hintergrund alle Ideen – auch die nobelsten – rein theoretisch bleiben. Wir leben, um zu sehen, wie unsere Ideen blühen und wachsen.
Der Weg zu unserer Vision
eKhaya ICT ist ein kommerzielles IT-Unternehmen, das Aufträge verschiedenster Kunden in Afrika und Europa ausführt. Unsere Hauptaufgaben sind Dienstleistungen für Non-Profit-Organisationen, die unsere Überzeugung teilen, dass der Zugang zum Internet eine herausragende Rolle bei der friedlichen und demokratischen Entwicklung von strukturschwachen Regionen, sogenannten marginalisierten, ländlichen Gebieten (MRAs) spielen kann. Das Internet birgt eine weit über übliche Infrastrukturprojekte hinausreichende Chance: Es bietet wirkliche Teilhabe und eigene Gestaltungsmöglichkeit.
Schulen, ihre Lehrer und Schüler sind in den MRAs ein festes Bindeglied für das konstruktive dörfliche Zusammenleben, da hier gelehrt wird und Informationsaustausch stattfindet. Damit sind sie prädestiniert für den Standort und den Einsatz von Computertechnologien. Hier setzen auch unsere Überlegungen zur eigenverantwortlichen Entwicklung dieser Gebiete an. Wir lassen uns gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern von folgender Zukunftsvision leiten: Zukünftig sollen alle Dörfer über IT-Zentren verfügen, an denen für die dort lebenden Menschen - Kinder und Erwachsene - ein Zugang zum Internet besteht. Einfache Geräte, die mit Solarenergie versorgt werden und über Satellit mit dem Internet verbunden sind, sollen der Verantwortung und Obhut von Vertrauenspersonen übergeben werden. Kinder sind die Zukunft, auf ihre Bildung und ihre sozialen Kompetenzen muss sich das Land in Zukunft stützen, und insbesondere Lehrer haben die integrative Kraft, sie dabei zu unterstützen und zu fördern. Nach dem schulischen Einsatz muß das IT-Zentrum praktische Anwendung, z.B. mit einem Angebot von verschiedenen elektronischen Dienstleistungen für die Öffentlichkeit finden. Allen Menschen, die mit der Bedienung von Computern nur wenig vertraut sind oder Analphabeten sind, kann bei der Anwendung von Rechnertechnologien mit dem Einsatz von speziellen Übermittlern, z.B. den Leitern oder Betreibern eines solchen IT-Zentrums, geholfen werden. Auf diese Weise werden Arbeitsplätze geschaffen und und das Vertrauen in die Technologie sowie das Selbstbewusstsein der Nutzer in der ganzen Gemeinde gestärkt und so der Weg zur Wissensgesellschaft möglich gemacht.
Zur Zeit arbeiten wir mit dem US-amerikanischen Partner SELF an einem Pilotprojekt in der ehemaligen Transkei, welches von der Kellogg Stiftung finanziert wird. Wir installieren ein solarbetriebenes IT-Zentrum an der Zwelenqaba Oberschule in Tafelahash. eKhaya ICT ist dafür das Partnerunternehmen vor Ort, das die Verwirklichung dieser Vision, die Koordination und das Management übernommen hat. Wissenschaftliche Partner (Universitäten und das Bildungsministerium) unterstützen uns bei unserer Arbeit und verschiedene Auftragnehmer sind für Installationen und Ausbildung zuständig. Die herausragende Aufgabe von eKhaya ICT ist es, geeignete Lern- und andere Software bereitzustellen und gemeinsam mit den Anwendern weiterzuentwickeln, um die Gemeinde in eine bessere Zukunft zu führen.
Mehr über eKhaya ICT, unsere Vision und unsere sozialen Projekte (pdf)
Wie wir arbeiten
Innovationen und neue Ideen, die funktionieren und die Welt verbessern, sind immer häufiger Erfolge von Teams, die eng zusammenarbeiten und sich die Freiheit nehmen, autonom zu sein und zu experimentieren. Freiheit setzt Verantwortlichkeit voraus. Bei eKhaya ICT hegen wir eine Atmosphäre, in der Teams in Erwiderung auf ihre Freiheit eine verantwortliche Arbeitsmoral entwickeln können.
Wir motivieren unsere Teams, indem wir ihnen zahlreiche Möglichkeiten anbieten, sich mit den Zielen unserer Projekte zu identifizieren, z.B. durch Besuche unserer Projekte vor Ort, durch angenehme Arbeitsatmosphäre und durch Persönlichkeitsentwicklung während der Ausbildung.
Freiheit und Verantwortung sind wichtig für Innovationen, aber um diese zu liefern, ist auch Rechenschaft notwendig. Dafür werden bei uns die neuesten Managementmethoden im Bereich der agilen Softwareentwicklung (SCRUM) angewandt.
Wer wir sind
Ron Wertlen: Ron ist unser Hauptgeschäftsführer und Technischer Leiter. Er ist verantwortlich dafür, dass die Firma eine klare Vision hat, die alle bei ihrer Arbeit im Blick behalten, und dass diese Vision an unsere Kunden und Geldgeber verkauft wird.
Aufgewachsen im Ostkap hat Ron an der Rhodes Universität in mehreren Fächern graduiert und mit einem akademischen Grad (Masters) abgeschlossen, in der Informatik hat er seinen Honours mit Auszeichnung bekommen. Während seiner Studien hat er sich für lokales Kunstgewerbe interessiert und es unterstützt. Dabei war er betroffen von der Mühsal und der Notlage vieler Ungebildeter, die keine Aussicht auf eine Anstellung hatten. Während er in den USA und in Deutschland viele Erfahrungen im IT Bereich sammelte, wo er Mehrere-Millionen-Euro-Projekte leitete, suchte er nach einem Weg, um eine Brücke zurück zu seiner Heimat zu schlagen, und um Afrika etwas zurückzugeben für all das, was er bekommen hatte.
Anna Wertlen: Anna ist unsere Leitende Geschäftsführerin. Sie ist verantwortlich für die Organisation der Firma, die Kontrolle von Ablauf und Fortschritt.
Geboren und aufgewachsen in Berlin promovierte sie an der Freien Universität Berlin in dem Fach Biologie. Ihre Spezialität ist Neuroethologie, die Lehre vom Verhalten von der neurophysiologischen Perspektive. Die gesammelten Erkenntnisse verwandte sie für die Entwicklung eines besseren Verständnis der Bestäubungsökologie. Während vieler Reisen stellte sie eine große Übereinstimmung in der grundsätzlichen Menschlichkeit in aller Welt fest, abgesehen von unwesentlichen lokalen Besonderheiten. Mit ihrem hervorragenden Organisationstalent und der Anwendung des ISO 9001:2000 Management Standart hält sie eKhaya ICT in Schuss.
Wo wir sind, und warum wir hier sind
Südafrikas Ostkap-Region ist ein Schmelztiegel afrikanischer und europäischer Kulturen. Hier treffen verarmte und entwickelte Gebiete aufeinander, reiben sich aneinander und können viel voneinander lernen. Das wunderschöne Naturerbe Ostkap – eine der ärmsten Regionen Südafrikas – inspiriert uns, unsere gemeinsame Menschlichkeit zu finden, und uns um Lösungen für dringliche, praxisnahe Probleme zu bemühen.
Die Nachbarschaft entwickelter und sich entwickelnder Gebiete vereinfacht die Herausbildung und die Erprobung von neuen Lösungen. Wenn diese praktikabel sind, führen sie sofort zu sichtbaren Veränderungen, was alle Beteiligten dankbar begrüßen.
Abgesehen von alledem sind wir hier zu Hause!
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